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Seit Wochen und Monaten waren wir ziemlich intensiv mit dem Relaunch der Webseiten von viventura beschäftigt, vor allem Andre (Koordinator), Anke (Designerin) und natürlich das Super-Proggi-Team, ohne das gar nichts gelaufen wär. Und heute wars endlich so weit!

www.viventura.de - Relaunch

Um 15:30 kolumbianischer Zeit ist viventura.de also in neuem Gewand online gegangen (schaut die genialen Reiserouten und die großen beeindruckenden Fotos mal an) und damit auch gleich das Adventsgewinnspiel, bei dem ihr übrigens wieder eine Reise gewinnen könnt (vgl. www.viventura.de/gewinnspiel). Andre hatte alle 70 tausend viMember im Skype versammelt, so dass ich beim Online-Stellen (Umstellung der Domain, der Php-Version, Server-Ziele, Umleitungen, etc.) ganz gut ins Schwitzen gekommen bin, weil alle auf mich gewartet haben. Aber es hat geklappt … und daher haben wir auch ein bisschen gefeiert.

Feiern

Allerdings mussten Andre und Anke heute abend noch weiter nach Bogota, so dass nicht viel Zeit zum Feiern geblieben ist. Nachdem Philippe schon heute morgen los war, ist jetzt das Medellin Büro wieder fast ausgestorben. Ich werde mir erst mal Ruhe gönnen jetzt. Eeeeendlich (und mal schauen, was da in den nächsten Tagen noch an Folgeaufgaben auf uns zukommt…).

Kurz ein paar Impressionen von der Tour durch Berlin mit New Berlin Tours, die ich jedem ans Herz legen kann, wenn er/sie Interesse an der Geschichte und einigen kurzweiligen Details dieser faszinierenden Stadt hat. Wie immer war auch einiges los in der Stadt, neben dem allgemeinen Trubel gabs Hollywood Dreharbeiten und der Gedenkgottesdienst der in Afghanistan umgekommenen deutschen Soldaten im Berliner Dom.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas (im Volksmund Holocaust-Mahnmal), das in letzter Zeit in den Medien war, weil es schon jetzt erste große Risse aufweist.

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Dreharbeiten zur Verfilmung des Stauffenberg-Attentats mit Tom “Ihr-Scientology-Kritiker-seid-doch-wie-die-Nazis” Cruise.

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Der “Clump of Love”.

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Hmmm, vielleicht mal vom Schokoladen-Reichstag naschen … nur ein kleiner Happen?

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Palast der Republik, inzw. innen hohl und damit eine interessante Kulisse. Was das aber für eine Performance war, weiß ich nicht.

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Abschluss der Tour auf dem Rasen vor dem Berliner Dom mit der Geschichte vom Big Schabowski, dessen mangelnde Informiertheit bei einer Pressekonferenz im November 89 letztendlich zur Grenzöffnung führte.

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An meinem ersten Tag in Südamerika haben wir gleich mal eine Radtour ins Hinterland von Juiz de Fora gemacht, die es in sich hatte. Zunächst kamen wir kaum aus Juiz de Fora raus, weil sich an Florians Fahrrad das Pedal gelöst hatte (Kennst du das Problem, Christoph? *Hust*). Letztendlich fanden wir aber irgendwann eine Tankstelle, die einen Spezialschlüssel hatte, so dass wir durchstarten konnten.

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Landschaftlich ist die Gegend ein bissl wie Schwarzwald oder Schwäbische Alb (bis auf die Palmen). Unser touristischer Knüller an diesem Tag war das älteste Wasserkraftwerk Brasiliens (glaub von 1889). Unbedingt auch eine Empfehlung für die Transamerika-Tour. Un-be-dingt.

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Nach ein paar Stunden Fahrt mit teilweise richtig fetten Downhill-Passagen kamen wir an einen holprigen, gepflasterten Pfad. Das war zwar die schönste, abgeschiedenste Strecke, aber auch der Part, der sowohl unseren Handballen als auch unserm Arsch ziemlich derb zugesetzt hat.

Wir hatten uns ein bissl in der Zeit verschätzt, so dass wir noch im Dunkeln auf der Autobahn fahren mussten und zwar nur noch bergauf! Unvorstellbar, dass es nach jeder Kurve nochmal weiter nach oben gehen konnte. Gefühlter Höhenunterschied: Von 30.000 Meilen unter dem Meer auf das Dach der Welt. Nun ja, endlich kamen wir an die Autobahnraststätte kurz vor der Ausfahrt Juiz. Letzte Stärkung.

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Damit der letzte Teil aber nicht allzu reibungslos verläuft, hatten wir zu guter Letzt noch einen Platten.

Wie dem auch sei. Es war eine gelungene Mischung für den ersten Tag…

Abends/nachts in Berlin noch Kickerturnierchen, Bierchen und Weinchen, dann Auszug aus der WG und kurz drei Stunden aufs Ohr gelegt. Danach zum Flughafen TXL und nach Madrid, von dort nach kurzem Aufenthalt übers groooße Wasser weiter nach Rio de Janeiro. Dort - auch noch nicht am Ziel - weiter zum Rodoviaria (Busbahnhof), um mir mein Ticket für die Weiterreise nach Juiz de Fora mit dem util-Bus zu holen. Leider war der um 20:00 Uhr schon voll, also musste ich noch 1 1/2 Stunden warten, war aber geil, an so einem Busbahnhof kann man ja optimal Südamerika-Flair inhalieren.

Rodoviaria in Rio

Endlich um halb zehn gings dann weiter, knapp drei Stunden später waren wir in Juiz. Leider konnte ich dann nicht an der richtigen Haltestelle raus, weil der Busfahrer mir meinen Rucksack an dieser Haltestelle nicht ausladen durfte - das ist offenbar eine Ordnungswidrigkeit, also weiter zur nächsten Haltestelle und von dort dann mit dem Taxi zurück und über kleine Umwege endlich bei Florian und Paula gelandet. Eine halbe Stunde später saßen wir schließlich bei einer Hamburguesa im Straßenrestaurant.

Und wenn man dann zu realisieren versucht, dass man am morgen noch mit der Berliner U-Bahn losgefahren ist, und jetzt in einem Städtchen im Hinterland von Rio bei einem Hamburger sitzt, dann scheint das alles schier unfassbar - surreal eben.

Kleiner Hinweis an alle, die sich beim Fahrkarten-Kauf in Berlin Geld sparen wollen. Obacht mit den Verkäufern, die vor dem Automaten stehen und “gebrauchte” Tickets verticken. Ist ja vom Prinzip her ok … Die nehmen halt gebrauchte Fahrscheine entgegen und verkaufen sie dann sofort weiter.

Oder tun sie das? Nur das?

Ich habe derletzt eine solche Tageskarte gekauft. Seltsam war dabei folgendes:

  • der Typ hatte bereits morgens um halb zwölf ein Bündel mit “gebrauchten” Tageskarten
  • die Karte war schon total “verbraucht”, als hätte sie zwei Wochen im Geldbeutel gesteckt
  • die Karte hatte zwar das aktuelle Datum, ABER einen Stempel von 12 Uhr Alexanderplatz und es war grad mal 11:30

Ich glaub, das wäre nicht so spaßig, wenn man erwischt werden würde.

In Zukunft also wieder auf ne andere Art und Weise Geld sparen!

Gestern mittag sind wir viventuris nach Köpenick aufgebrochen, um auf zwei Solarbootchen rund um den Müggelsee unterwegs zu sein und mal wieder ein bissl Frischluft zu tanken.

Müggelsee

Es gibt dort zahlreiche zusammenhängende Seen, so dass man - hätte man Zeit und Lust - auch komplette Rundfahrten machen könnte.

Langer See und Müggelturm - Panorama

Die Boote sind keine Raketen, aber ohne so nen Dieselmotor ist es angenehm ruhig. Vorbei gings an den Müggelbergen (Berge?! Nun gut, mit etwas über 100 m vielleicht eher Hügelchen) bis zu einer ruhigen Stelle, an der wir die Anker warfen, unsere beiden Boote zusammentäuten, um zu grillen. Da wir den Grillanzünder vergessen hatten, mussten wir all unsere Kunst aufbringen, um den Grill zum Laufen zu bekommen … Ralf machte das schon (mit dem Becks-Luftwedler).

Grillen

Ursula durfte auch mal ans Steuer und hat sich dort sichtlich wohl gefühlt, auch wenn unser Capitán ihren Fahrstil ständig kritisiert hat.

Ursula am Steuer

Unser schnuckliges Bootchen blieb auch auf der Rückfahrt wasserdicht - im Gegensatz zu den politischen Argumentationen unseres Capitán. Wie dem auch sei, wir hatten exorbitant viel Frischluft für einen Werktag …

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