Die Música Carranguera ist die traditionelle Musik der Bauern aus dem Hochland Kolumbiens und um einiges populärer als etwa die Volksmusik in Deutschland, deren Anhänger ja vornehmlich oberhalb der 70 angesiedelt sind. Daher gabs beim Festival dieser Musik in Bogotá “Carranga al parque” auch ein altersbezogen gemischteres Publikum.

Carranga al parque in Bogotá

Die Instrumente der Carranguera Musik sind Tiple, Requinto und Gitarre (die Saiteninstrumente) und die Guacharaca (das Rhythmus-Instrument). Die Texte sind oft etwas schelmisch und zynisch, wenn man sie dann mal versteht. Der Grund, warum ich das Festival als wahrscheinlich einziger Nicht-Kolumbianer besucht habe, war - das versteht sich von selbst - meine Begeisterung für diese Musik (und nicht die Guacharaca-Spielerin der Carrangos hier).

Los Carrangos

Die Tänzer und Tänzerinnen machten ganz besonders deutlich, dass Lebensfreude und Ausgelassenheit eine wichtige Komponente im Leben der Kolumbianer sind.

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Gegen Ende spielte dann noch der Begründer der Musikrichtung - Jorge Velosa - selbst. Viele Kolumbianer können seine Lieder auswendig, entsprechend begeistert waren, sangen und tanzten die Menschen auch.

Jorge Velosa Ruiz

Velosa selbst sagt: “Being carranguero means a way of expression, a search for cultural identity, a rejoicing for what we are, using tradition and everyday life themes; the collective and personal creative spirit.” (vgl. Jorge Velosa: Compositor colombiano, hat er bestimmt auch auf spanisch gesagt…)

Durchs Video der Carrangos “Ya te vas” erfahrt ihr, wie sich diese traditionelle kolumbianische Musik so anhört (allerdings ist das durch die weiteren Instrumente, die im Lauf des Lieds dazukommen wie z.B. die Tuba, schon mehr Carranguera-Fusion).

Ja jaa … nicht ganz so abendland-konform wie Shakira oder Juanes, die (ihr wissts wahrscheinlich eh) ja auch beides Kolumbianer sind.