Dieses Mal haben wir es dank Super-Planung (schon zwei Wochen im Voraus, wuhuu) geschafft, ein feines Angebot für San Andres zu finden. Daher saßen wir dann zwei Tage nach dem viventura-Webseiten-Relaunch - zumindest ich also ziemlich urlaubsreif - im Flieger auf diese klischeehaft hübsche Karibikinsel.

Anflug San Andres

Nachdem wir aufgrund von “Regenschäden” die erste Nacht in einem Alternativhotel in einem ungesund feuchtstinkenden Zimmer mit herrlichem Blick auf den Flur untergebracht waren, freuten wir uns umso mehr über die Aussicht am Folgetag aus unserem eigentlichen Zimmer. Aufgrund des bedeckten Himmels kommen hier noch nicht alle sieben Farben des “mar de los siete colores” zur Geltung.

San Andres Hotelblick

Der Strandabschnitt des Hotelviertels ist natürlich kein aaabsoluter Geheimtipp, aber es liegt und badet sich gut und man braucht für einen Drink nicht aufstehen (Coco-Loco), denn Strandverkäufer gibt’s hier genug. Und - Jamaica ist ja nicht weit- es gibt auch viele Reggae-Men.

Reggae-Man

In der Nacht sind die Palmen entlang der Strandpromenade angestrahlt, so dass sich interessante Motive ergeben.

San Andres Strandpromenade bei Nacht

Einen Tag stand die obligatorische Inselrundfahrt mit Halt an allen mehr oder auch weniger sehenswerten Punkten der Insel an. Zunächst haben wir uns ein Landhaus mit typischer Einrichtung um 1900 angesehen, antike Stühle, Kommoden, Kleider und so. Das Setting hat mich in meine Zeit mit Guybrush Threepwood zurückversetzt, seht selbst…

Guybrush Threepwood auf San Andres

Mit Henry Morgan, dem berühmten englischen Pirat, der mit teilweise spektakulären Raubzügen im 17. Jhdt. große Mengen an Reichtümern anhäufen konnte, schmückt man sich auch auf San Andres. An sich ist der Ort mit der “Schatzhöhle” (la cueva de Henry Morgan) mit ein paar ausgestellten Bildern, Waffen und Krimskrams aber nicht so ultraspannend.

Killling Henry Morgan

Dann erste Erfahrungen im Schnorcheln an dem Spot, an dem sich die Fische ausschließlich von Weißbrotbrocken ernähren, hier gabs zwar zahlreiche Fische, aber keine wirklich spektakuläre Vielfalt.

Schnorcheln auf San Andres

Und dann noch das - an diesem Tag durchaus aktive - Blasloch (Hoyo soplador), das durch einen natürlichen Kanal zum Meer verbunden ist, und dadurch im Rhythmus der Wellen prustet - die feinen Wassertröpchen durchaus eine prickelnde Erfahrung (autsch).

Blow Hole

Nachmittags - wieder mal mit Regen, aber bei den tropischen Temperaturen auch egal - waren wir (die alten Partyhasen) noch auf einem Discoboot. Eine Erfahrung, die … hm ja, eine Erfahrung :)

Partyboat

Um uns auch die weniger gehypten Orte der Insel anzusehen, waren wir dann noch zu Fuß und mit öffentlichen Bussen unterwegs. Zunächst zur First Baptist Church der Insel, wo wir Kinder der Gemeinde kennengelernt haben, die uns ein paar Lieder in ihrer Kreolsprache - englisch und spanisch gemischt - vorgesungen haben.

Baptistenkirche San Andres

Die Standard-Busse auf San Andres, wahrscheinlich die von den USA nicht mehr benötigten (von Otto-Man geschrotteten) Simpsons-Schulbusse…

San Andres Busse

Und es gibt nicht viele Autos, sondern mehr Motorräder, aber das Bier-Auto ist natürlich trotzdem unterwegs :)

San Andres

Die Opas sitzen gemütlich vor den bunten Häuslein und entspannen.

Opa auf San Andres

Bei unserem Spaziergang haben wir dann den Reggae-Man wiedergetroffen, der uns zu einer Lagune mit Kaimanchen und Reggae-Bar brachte, in der sich Bob Marley sicher wohlgefühlt hätte.

Lagune Reggae Bar San Andres

Den vorletzten Tag waren wir noch auf verschiedenen Inseln, rund um San Andres - traumhaft, traumhaft. Zunächst auf dem Mini-Inselchen “Aquario”, dem natürlichen Aquarium, eine Stelle, an der das Wasser so flach ist, dass man mitten im Meer laufen kann. Da tummelten sich dann aber in Strandnähe mindestens genauso viele Menschen wie Fische, so dass wir uns hier etwas weiter rauswagten. Zur Belohnung hatten wir die Fische und Seeigel dann für uns allein - und die majestätischen Manta-Rochen auch (als wir von dreien umzingelt waren, war uns zwar kurz mulmig, aber beeindruckend wars).

Hier aber die Fische aus dem Glasbodenboot heraus fotografiert (das gabs doch auch bei Monkey Island 2 …).

Glasbodenboot

Stürmischer Wind machte die Anfahrt an diesem Tag auf Johnny Cay für kleine Kinder und Schwangere unmöglich, da der Ein- und Ausstieg bei starkem Wellengang ziemlich akrobatisch war.

Johnny Cay

Dafür wars dann auf der Insel aber umso schöner - toller Strand und Karibikfeeling pur.

Karibikflair

Wie auch ganz tollpatschigen Kindern das Spiel mit den Wellen Spaß macht, seht ihr hier.

Kurz vor Abflug waren wir dann noch richtig mit Flossen Schnorcheln an einem sehr einsamen Spot mit Korrallen, bunten Fischen, Seeigel, Moränen, in glasklarem sonnendurchflutetem Wasser, mit Blick zehn Meter in die Tiefe, mit Runtertauchen und durch die Korrallen navigieren … ein Superabschluss.

Als abschließendes Foto noch einmal die verschiedenen Farben des Meeres auf San Andres, weils so schön ist :)

7 colores del mar San Andres

Hach ja.