Mon 3 Dec 2007
Mitte November machten wir einen Kurztrip zum drei Stunden von Medellin entfernten Naturreservat Rio Claro (erreichen kann man das in einem Bus Medellin Richtung Bogota, einfach Busfahrer Bescheid geben). Wie ihr seht haben sie mit dem Namen Rio Claro ein bisschen übertrieben, aber schön ist es trotzdem, wie der Fluss sich da so durch das Gebirge schneidet. So 60 km weiter fließt er dann in den Rio Magdalena.
“El Refugio” ist ein Privatprojekt mit einem größeren Haus, in dem es Essen gibt und ein Haufen Leute übernachten können, und mit zwei kleineren etwas abgelegenen Lodges. In einem dieser Häuschen hatten wir ein 5-Bett-Zimmer für uns beide mit geilem Blick auf den Urwald und den Fluss.
Vor allem wenn hier der Regen nachts runterprasselt - so ganz unmittelbar neben einem - ist das schon ein feines Naturerlebnis.
Es gibt hier auch verschiedene Möglichkeiten, sich aktiv zu betätigen. Aus Kanu fahren, Raften und Canoping haben wir uns Canoping rausgesucht - am Drahtseil durch die Luft rauschen.
Wahnsinnig beeindruckendes Gefühl so über den Fluss zu fliegen, aber leider natürlich viel zu kurz. Im Gegensatz zu den Mädels hatten die Jungs beim Canoping auch keine Bremse, sondern mussten mit dem Handschuh bremsen und in dem Moment des folgenden Fotos merk ich grade, dass Reibung durchaus ordentlich Hitze erzeugen kann.
In der Gegend gibt es neben Urwald auch ein paar beeindruckende Tropfsteinhöhlen, aber das haben wir ja auf der schwäbischen Alb auch
Baden bei derart kräftiger Strömung am Besten doch mit Sicherheitsleine - selbst ich als Schwimmer konnte nicht gegen die Strömung anschwimmen - aber dafür ist eine Rückenmassage im Wasser auch durchaus wohltuend.
Am letzen Tag haben wir dann noch eine der dortigen Höhlen erforscht. Mit Taschenlampe ausgestattet (ich Idiot hatte die Headlamp natürlich wieder Mal vergessen - uhhh - daher mit kurzerhand erstandener Taschenlampe von 1970 mit so zwei Riesenbatterien und normaler Glüüühbirne) und mit Klamotten, die komplett nass werden durften, gings los. Beim Hinwandern war das Wasser nur knöchelhoch. Das sollte sich dann in der Höhle aber radikal ändern.
Der Höhleneingang dann durchaus beeindruckend hoch und das folgende Bild irgendwie “Rulaman”-Style …
Wir haben uns dann mit unseren Super-Flip-Flops (als Einzige) so durchgekämpft. Das war gar nicht so einfach bei der Strömung des Wassers in der dunklen Höhle.
Jajaaa - da kommt Entdecker-Feeling auf.
Und wenn man Mal die Taschenlampe ausgeknippst hat, wars komplett dunkel und hat sich etwa so angehört (die Vögel, die diesen Lärm machen, sind Guacharos).
Das war einiges an Natur in den drei Tagen und ist meiner Meinung nach als “Kurz-Urlaubchen” empfehlenswert, wenn ihr grad ein Weilchen in Kolumbien seid ![]()
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