Mon 2 Jul 2007
Minitour Teil IV: Jeep-Rundfahrt - die schlanke Magdalena, der blutige Steve und noch mehr Grabwächter
Posted by stefan under Kolumbien , Südamerika , UrlaubUnsere vielfältige Tour in die Umgebung von San Agustin begann morgens um neun mit dem gefährlich rutschigen Abstieg (den wir glücklich überstanden) von Renés Finca zur Hauptstraße, wo uns der Jeep schon erwartete.
Im Jeep trafen wir (der Ire Steve und wir beide) auf den Franzosen Fabien und die Irin Emma und so ging es dann zu fünft hinten im Jeep die nächsten acht Stunden durch die herrliche Gegend.
Unsere Tour sollte uns über die engste Stelle des Rio Magdalena, an beeindruckenden Wasserfällen vorbei und zu weiteren Grabstätten führen.
Der nach der Tagesheiligen am Tage seiner Entdeckung benannte Rio Magdalena - einer der wichtigsten und größten Flüsse Kolumbiens - ist an seiner schmalsten Stelle nur 2,20 Meter breit - also eigentlich glatt überspringbar. Wir habens bei der reißenden Strömung trotzdem mal sein lassen.
Am Alto de Los Idolos bestaunten wir neben weiteren Grabfiguren tonnenschwere Grabdeckel in Krokodilform - oder ist das vielleicht die Vorlage für den Glücksdrachen Fuchur der unendlichen Geschichte gewesen?
Die schöne Landschaft mit Kaffeepflanzen und Guayaba-Bäumen erinnerte fast ein bissl an an schwäbische Obstwiesen.
Und auch hier gab es Gräber und die zugehörigen Grabwächter, zu denen wir uns freundschaftlich dazugesellten.
Aus diesem Park sollte der hochwüchsige Ire Steve auch noch eine kleine Erinnerung fürs Leben mitnehmen, als er sich beim Bewundern der überdachten Grabstätten einmal zu wenig duckte und sich so am Dachbalken eine Platzwunde an der Stirn zuzog, deren Blutungen wir zunächst mit Klopapier (das hat man ja in Südamerika meistens dabei) notdürftig stoppen konnten.
Während wir anderen dann in Isnos gemütlich zu Mittag aßen, lernte Steve das centro de salud (Krankenstation) kennen, wo seine Wunde mit zwei Stichen genäht wurde.
Danach ging es weiter zum ersten großen Wasserfall, dem Salto de Bordones. Der Fluss schlängelt sich hier kilometerweit durch das grüne Tal.
Und weiter gings zum Alto de Las Piedras. Nicht schwierig zu erraten, was wir dort sehen konnten.
Letzte Station war der Salto del Mortino, ein weiterer traumhafter Wasserfall in dieser Region, die in Bezug auf die Wasservorräte zu den wichtigsten des Landes gehört.
Danach ging es zurück, leider wieder mit einstündiger Zwangspause an der gleichen Stelle wie zwei Tage zuvor, aber dieses Mal wussten wir ja bereits bestens, wo wir in San Agustin hin mussten.
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