Die Fahrt von Popayan nach San Agustin (etwa 120 km) dauert aufgrund der schlechten Straße immer mindestens fünf, bei uns waren es dann aber über acht Stunden! Das lag u.a. am schier ununterbrochenen Regen, an Reifenpannen, Erdrutschen und Straßenbauarbeiten (ey ey ey).

Straßenbauarbeiten kurz vor San Agustin

Trotzdem kämpften wir uns dann noch kurz vor Einbruch tiefer Dunkelheit ein paar hundert Meter von San Agustin entfernt in unseren inadäquaten Halbschühchen den schlammig glitschigen Pfad zur Finca Renes - El Maco - bergauf. Der empfing uns auch herzlich mit von Paloma zubereiteten Spaghetti und dabei lernten wir sogar noch gleich sein frischgeborenes Töchterlein kennen.

Nach einer Nacht mit abgefahrenen Träumen (es lag sicher nicht nur an der Katze im Bett) gings am nächsten Tag bei Nieselregen in den Archäologischen Park, wo wir schnell steinerne Freunde fanden.

Archäologischer Park San Agustin

Archäologischer Park San Agustin

Bis heute gibt es viele Theorien aber wenige Fakten über die rätselhafte Hochkultur von San Agustin, die von 3.300 v.Chr. bis zur Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert in der Region lebte und dort ihre Spuren hinterlassen haben, vor allem in Form von Steingräbern und beeindruckenden menschlichen und tierischen Steinfiguren.

Archäologischer Park San Agustin

Interessant ist, dass viele Eigenschaften der dargestellten Tiere und Menschen von anderen Erdkreisen wie Afrika oder Asien beeinflusst scheinen, so die Schlitzaugen oder die breiten Nasen. Es könnte sein, dass San Agustin Handelsbeziehungen zu weit entfernten Regionen pflegte, es könnte auch sein, dass die Schamanen von San Agustin, die Impressionen von ihren transzendentale Reisen mitbrachten. Wer weiß, wer weiß …