Nach ungefähr zehn Stunden Busfahrt kamen wir morgens aus Medellin in Popayan an, das sollte die erste Station unseres kleinen Mini-Urlaubs werden. Diana hat dort eine Oma und - ich glaube sie weiß das selbst nicht so genau - ungefähr 42.000 Onkels, Tanten, Cousins und Cousinen.

Popayan - Kolumbien

Popayan - die weiße Stadt - liegt im Süden Kolumbiens in einem Tal zwischen der West- und der Zentralkordillere auf etwa 1.700 m und erinnert mit seinen weiß gestrichenen Häuschen mit Ziegeldächern an andere Städte im Kolonialstil wie Arequipa oder Cuzco. Hier der Blick vom Hügel Morro del Tulcán über den historischen Stadtkern, der nach einem schweren Erdbeben 1983 wieder aufgebaut wurde.

Popayan - Kolumbien

Unsere erste Aktion war der Besuch eines typischen Restaurants mit dem Onkel Fernando und einem der vielen Cousins, bei dem wir Tamales (Maismasse gemixt mit Fleisch in Bananenblatt), Empanadas (gefüllte Teigtaschen), Champús (dickflüssiges Getränk mit Mais und verschiedenen Früchten), Fleisch in Mandarinensoße und jede Menge anderer Leckereien in uns reinstopften.

Popayan - Kolumbien

Anderthalb Stunden später (und jeder etwa drei Kilo schwerer) kugelten wir aus dem Restaurant und spazierten dann ein wenig durch die netten Gassen und auf den Hügel der Stadt, von dem aus Belalcázar, der Gründer Popayans, Quitos und Calis, über die Stadt wacht.

Popayan - Kolumbien

Übernachten konnten wir im kleinen Häuschen der Oma - Alternativen standen eigentlich nicht zur Debatte, zu groß die Gefahr, die Oma zu kränken.

Popayan - Kolumbien

Die Oma war zunächst ziemlich misstrauisch gegenüber dem Blondschopf, den ihre Diana da mitgebracht hatte. Als wir dann aber die wichtigsten Fragen geklärt hatten, wie etwa die, ob ich in Deutschland schon verheiratet wäre (*hüstl*), war sie etwas beruhigter :-)