An meinem letzten Wochenende in Kolumbien habe ich mit Philipp noch Santa Fe de Antioquia besucht, ein kleiner lebhafter Ort mit angenehm sommerlichem Klima anderthalb Stunden (80 km) nördlich von Medellin entfernt. Die Paisas steuern das Städchen gern als Ausflugsziel an, vor allem dann, wenn wieder mal Puente (langes Wochenende) ist.

Hauptplatz und Kathedrale

Wir kamen gegen Abend an, so dass wir uns zunächst auf die Suche nach einem adäquaten Hostal machten. Wir fanden ein Zimmer - prunkvoll und geräumig (*hüstl*), aber im Ernst, wer braucht schon Zimmer, die größer als 6 Quadratmeter sind?!

Unsere Unterkunft

Beim ersten Umherschlendern wurde schon klar, dass sich das Leben hier vor allem auf dem Hauptplatz an der Kathedrale abspielt, hier stehen Essens- und Schmuckstände, hier befinden sich Restaurants und Bars und hier war auch schon eine Bühne aufgebaut.

Santa Fe de Antioquia Hauptplatz

Auf der Bühne gab es zunächst Live-Musik. Ihr glaubt es sicher nicht … da wurde Lemon-Tree (das Lied von diesen deutschen Wie-auch-immers aus Pforzheim) gecovert. Wahnsinn … und dafür bin ich also nach Kolumbien gekommen?! Danach verwandelte sich die Stage - zur Begeisterung der Menschen - in einen Laufsteg, auf dem ein paar Models die Sommerkollektion von wem auch immer vorstellten.

Modeschau in Santa Fe de Antioquia

Das zweite Zentrum bildete an diesem Abend der Platz an der Kirche La Chinca, an dem eine Leinwand fürs Openair-Kino aufgebaut war und “arty” Filme liefen. In der ersten Szene, die wir sahen als wir den Platz erreichten, erkannte Philipp sogleich Hitler (der Film war eine Art Parodie). Auch diese zweite Erinnerung an unsere deutsche Heimat hat uns nicht mit Stolz erfüllt, aber glücklicherweise bliebs dann auch bei diesen beiden.

Openair-Kino

Die Nacht begann mit Bier und endete mit Regen. Am nächsten Tag konnten wir aber nochmal Sonne tanken - ich hab vollgetankt für die kommenden Monate in Deutschland.

Am Hauptplatz in Santa Fe de Antioquia