Heute sind wir - weil selbst wir am Sonntag manchmal nicht arbeiten - nach Guatapé rausgefahren. Die Stadt liegt etwa 70 km von Medellin entfernt in der Zona Oriente (wie Medellin noch im Departamento Antioquia) auf etwa 2000 m Höhe, im öffentlichen Bus waren wir etwa zwei Stunden unterwegs.

Blick vom Piedra de el Peñol

Touristisch attraktiv ist die Region aufgrund des Stausees, der durch die vielen Inselchen malerisch ausschaut, und aufgrund des Peñón de Guatapé, eines mysteriösen Riesenfelsen, von dem einige sagen, er sei meteorischen Ursprungs (Erich von Däniken würde sicher sagen, dass der Fels Außerirdischen aus dem Spaceship geplumst ist).

Peñón de Guatapé

Ein Geheimtipp ist die Region und der Fels sicher nicht mehr, was jeder unschwer an den vielen Markt-/Trödel-/Essesständen erkennen kann.

Parkplatz an Peñón de Guatapé

Am Ziel angekommen (eine kleine Militärkontrolle mit Hände an Bus und Abtastung hatten wir unterwegs über uns ergehen lassen) erklommen wir also zunächst den mysteriösen Felsen, indem wir mit durchtrainierter Lockerheit die 649 Stufen hochsprinteten (*ächz*).

Aufstieg auf den Peñón de Guatapé

Oben hat man dann tatsächlich einen eindrucksvollen Ausblick über den Stausee. Unzählige Mücken schienen auch angetan zu sein von der Aussicht … die Mistviecher. Auf der Aussichtsplattform trafen wir Adrian aus Leticia und Diana aus Medellin, die in fachkundiger Manier die Reiseleitung übernahm.

Blick vom Peñón de Guatapé

Nach unserem Abstieg wollten wir natürlich die bedeutende Stadt noch sehen und außerdem machte sich langsam ein Hungergefühlcito breit, nach einem 2-Brownies-Frühstück kein Wunder. Vom Peñón in die Stadt kamen wir so sicher und warm (Handschuhe und Schal auf dem Foto waren - glaube ich - nur aus Solidarität für die Deutschen im kalten Deutschland) wie in Adams Schoß auf der Ladefläche eines was auch immer.

Fahrt nach Guatapé

Guatapé selbst - oder das was wir davon gesehen haben - war dann nicht so pralle, aber nett.

Guatapé

Und nach dem Essen (es war kurz nach 6 Uhr) haben wir grade noch so ein paar Plätze in einem der letzten Busse ergattern können, wobei wir uns mit den richtigen Sitzplätzen abwechseln mussten, denn es hatte nur noch drei. Naja … vorne beim Fahrer mit Blick in den Busmittelgang und dem Rücken zur Windschutzscheibe sitzt sichs ja auch ok … und es waren ja nur zwei Stunden.